Orangenaktion: Informationen zum Hilfsprojekt

Kinder und Jungschargruppen der Evangelischen Kirchengemeinden und des CVJM verteilen in den Kirchenbezirken Ulm und Blaubeuren BioOrangen für den guten Zweck. Sieben Tonnen der süßen Früchte sind um den ersten Advent im Alb-Donau-Kreis unterwegs. Durch die helfenden Hände Kinder der Jungschargruppen wechseln sie von Haus zu Haus, bei Bazaren oder nach dem Gottesdienst, ihren Besitzer. Dadurch unterstützen wir die Arbeit der Projekte unserer Partnergemeinden in Argentinien in Allen, Bariloche und San Martin de los Andes.  Durch den Spendenerlös der Bioorangen, pro Frucht bitten wir um eine Spende von 80 Cent, wird die Arbeit vor Ort unterstützt. Der persönliche Kontakt zu Pfarrer Reiner Kalmbach gewährleistet, dass die Hilfen in vollem Umfang ankommen.

Ihre Spende für die Bioorangen kommt unserer Partnergemeinde in Argentinien und deren diakonischen Hilfsprojekten zu Gute. Gleichzeitig stärkt unser Direktimport die Kleinbauern im strukturschwachen Süden Italiens. Durch jahrelange Kontakte des Evangelischen Jugendwerks zu Pfarrer Reiner Kalmbach, Gemeindepfarrer in Allen, in Argentinien, durch Begegnungsfreizeiten und wechselseitige Freiwilligendienste sind enge und stabile Beziehungen entstanden. Erst vor zwei Jahren besuchte eine  Delegation aus Blaubeuren die Projekte vor Ort – eine echte Partnerschaft, die uns noch wichtiger ist, als die rein finanzielle Unterstützung. Auch im Jahr 2019 wird im Rahmen eines Workcampes das ejw Blaubeuren nach Patagonien reisen.

In einer der größten Armensiedlungen Argentiniens in Bariloche, am Fuße der Anden, leben rund 50000 Menschen in erbärmlichen Verhältnissen. Gemeinsam mit anderen Organisationen bietet die Kirchengemeinde dort einen Mittagstisch für Kinder, berät Jugendliche mit Drogenproblemen und unterstützt junge Mütter. Die lutherische Gemeinde in Bariloche hat vor einigen Jahren im „Barrio Frutillar“ (Erdbeersiedlung) zwei diakonische Projekte aufgebaut. Frutillar gehört wohl zu den grössten Armensiedlungen Argentiniens. Ungefähr 48.000 Menschen leben hier in den selben erbärmlichen Hütten, wie ihre Leidensgenossen in Buenos Aires oder in Rosario, mit dem Unterschied, dass die Temperaturen in Bariloche im Winter unter 20 Grad  Minus fallen können. Hier entstand ein Gemeinschaftssaal. Die Einrichtung hat sich zu einem sozialen Zentrum entwickelt, in dem sich ständig Menschen aller Altersstufen treffen. Es werden Kinder betreut, Jugendliche mit Drogenproblemen an Spezialisten vermittelt, alleinstehende Frauen und Mütter erhalten Beratung und Hilfe, Kurse für Analphabeten werden angeboten. Im ‚Gotitas de Esperanza‘ (kleine Tropfen der Hoffnung), einer Art Frauenhaus soll ein neuer Raum entstehen: ein Rückzugsort für Frauen in Not, die vor häuslicher Gewalt fliehen müssen. Mehrere Mitglieder der Kirchengemeinde sind intensiv in das Projekt eingestiegen, sie arbeiten mit den Kindern Schulunterstützung) und begleiten die misshandelten Frauen zu Behörden und Anwälten.