Orangenaktion: Informationen zum Hilfsprojekt

Kinder und Jungschargruppen der Evangelischen Kirchengemeinden und des CVJM verteilen in den Kirchenbezirken Ulm und Blaubeuren BioOrangen für den guten Zweck. Sieben Tonnen der süßen Früchte sind um den ersten Advent im Alb-Donau-Kreis unterwegs. Durch die helfenden Hände Kinder der Jungschargruppen wechseln sie von Haus zu Haus, bei Bazaren oder nach dem Gottesdienst, ihren Besitzer. Dadurch unterstützen wir die Arbeit der Projekte unserer Partnergemeinden in Argentinien in Allen, Bariloche und San Martin de los Andes.  Durch den Spendenerlös der Bioorangen, pro Frucht bitten wir um eine Spende von ein Euro, wird die Arbeit vor Ort unterstützt. Der persönliche Kontakt zu Pfarrer Reiner Kalmbach gewährleistet, dass die Hilfen in vollem Umfang ankommen.

Ihre Spende für die Bioorangen kommt unserer Partnergemeinde in Argentinien und deren diakonischen Hilfsprojekten zu Gute. Gleichzeitig stärkt unser Direktimport die Kleinbauern im strukturschwachen Süden Italiens. Durch jahrelange Kontakte des Evangelischen Jugendwerks zu Pfarrer Reiner Kalmbach, Gemeindepfarrer in Allen, in Argentinien, durch Begegnungsfreizeiten und wechselseitige Freiwilligendienste sind enge und stabile Beziehungen entstanden. Erst vor zwei Jahren besuchte eine  Delegation aus Blaubeuren die Projekte vor Ort – eine echte Partnerschaft, die uns noch wichtiger ist, als die rein finanzielle Unterstützung.  Derzeith ist eine Reisegruppe im Rahmen eines Workcamps in Argentinien vor Ort und bereichtet regelmäßig auch auf dieser Homepage von den Eindrücken und Erlebenissen.

In einer der größten Armensiedlungen Argentiniens in Bariloche, am Fuße der Anden, leben rund 50000 Menschen in erbärmlichen Verhältnissen. Gemeinsam mit anderen Organisationen bietet die Kirchengemeinde dort einen Mittagstisch für Kinder, berät Jugendliche mit Drogenproblemen und unterstützt junge Mütter. Die lutherische Gemeinde in Bariloche hat vor einigen Jahren im „Barrio Frutillar“ (Erdbeersiedlung) zwei diakonische Projekte aufgebaut. Frutillar gehört wohl zu den grössten Armensiedlungen Argentiniens. Ungefähr 48.000 Menschen leben hier in den selben erbärmlichen Hütten, wie ihre Leidensgenossen in Buenos Aires oder in Rosario, mit dem Unterschied, dass die Temperaturen in Bariloche im Winter unter 20 Grad  Minus fallen können.

Hier entstand ein Gemeinschaftssaal. Die Einrichtung hat sich zu einem sozialen Zentrum entwickelt, in dem sich ständig Menschen aller Altersstufen treffen. Es werden Kinder betreut, Jugendliche mit Drogenproblemen an Spezialisten vermittelt, alleinstehende Frauen und Mütter erhalten Beratung und Hilfe, Kurse für Analphabeten werden angeboten. Im ‚Gotitas de Esperanza‘ (kleine Tropfen der Hoffnung), einer Art Frauenhaus soll ein neuer Raum entstehen: ein Rückzugsort für Frauen in Not, die vor häuslicher Gewalt fliehen müssen.

Mehrere Mitglieder der Kirchengemeinde sind intensiv in das Projekt eingestiegen, sie arbeiten mit den Kindern Schulunterstützung) und begleiten die misshandelten Frauen zu Behörden und Anwälten.

Eine Gruppe des ejw Blaubeuren ist im Okotober / November 2019 nach Argentinien gereist, um beim Bau einzelner Projekte zu helfen und um unsere Partnergemeinde zu besuchen. Bilder und Eindrücke zur Reise findet man auf unserer Homepage. HIER geht es direkt zum Reisebericht >>

2020 Aktuell: “40 Prozent der Menschen in Argentinien leben unterhalb der Armutsgrenze.“ 

Informationen zum Spendenprojekt:

Ein deutlicher Hilferuf unserer argentinischen Partnergemeinde hat uns Ende September erreicht. Seit März herrscht „Lockdown“ in Argentinien und die ohnehin angeschlagene wirtschaftliche Situation des Landes wird immer verheerender. 50% der Argentinier leben inzwischen unterhalb der Armutsgrenze, 12 % zählen zur ärmsten Bevölkerung, sie kämpfen ums Überleben. Das Evangelische Jugendwerk unterstützt seit vielen Jahren das Projekt    GOTITAS im Armenviertel „las Malvinas“ der Stadt Bariloche. Im vergangenen Jahr haben wir mit der Workcamp- und Begegnungsfreizeit des Evangelischen Jugendwerks das Projekt erneut besucht und die Kontakte intensiviert.  Sowohl die lutherische Kirchengemeinde, als auch sozial engagierte Menschen unterstützen die Arbeit und die Angebote mit Frauen und Kindern. Nähkurse, Gruppentreffen und die Kinderprogramme sind derzeit nicht möglich. Auch die kleine Bäckerei kann nicht arbeiten. Also konzentriert sich GOTITAS darauf Lebensmittelpakete zu packen und sie an die ärmste Bevölkerung auszugeben. Mit Beginn des Oktobers hat die Stadt Bariloche ihre Unterstützung eingestellt, weil sie kein Geld mehr hat. So kam der Hilferuf zu uns. Könnt ihr uns unterstützen, dass wir weiterhin den Familien mit Lebensmitteln zum Überleben helfen können.

Die Pakete enthalten das Notwendigste, das sind Lebensmittel, die die Regierung als „Canasta básica“ (Basis Einkaufskorb) vorschlägt. Darin enthalten sind (für eine vierköpfige Familie/Woche):

1 kg Reis, 2 kg Mehl, 1 kg Nudeln,

500 g Polenta, 450 g Linsen, 1 l Öl,

500 g Salz, 1 kg Zucker, 100 g Hefe,

2 l Milch, 2 kg Kartoffeln, 1 kg Zwiebel,

1 Kürbis, 1 kg Äpfel, 1kg Orangen,

500 g Mate, 950 cl Tomatensauce.

Wir haben unsere Partner gebeten uns diesen Warenkorb zusammenzustellen und alle Waren einzukaufen. Umgerechnet kosten diese Lebensmittel pro Woche rund 15,- €. Das heißt eine vierköpfige Familie kann mit 60,- € für einen Monat mit einfachen Lebensmitteln versorgt werden. Eben ohne Eier, ohne Fleisch, ohne Käse, Wurst, Marmelade, … . Unsere Hoffnung ist, dass wir unsere Partner mit 10.000 € unterstützen können. Das ist das dreifache des üblichen Erlöses unserer Vorweihnachtsspendenaktionen. Und wir sind uns sicher, mit Ihrer Hilfe ist das machbar. Herzlichen Dank.

SPENDENKONTO

IBAN: DE28 6305 0000 0001 6312 96; BIC: SOLADES1ULM; Verwendungszweck GOTITAS; Kontoinhaber: Evang. Jugendwerk Bezirk Blaubeuren

Für Spenden bis 200,-€ kann der Überweisungsbeleg als Spendennachweis genutzt werden, selbstverständlich erhalten Sie aber auch gerne eine Spendenquittung.